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Ein Auszug aus der Geschichte:
 In Leipzig hat nicht nur, aber auch das Boxen Tradition. Im Athletenverein „ATLAS“, gegründet 1892, dem „SV Marathon Leipzig“ sowie im Arbeitersportverein „Sandow“ 03 Leipzig - Connewitz waren viele Sportler des „Arbeiter- und Athletenbundes Deutschlands“ organisiert. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: 1927 fand der Box – Länderkampf Deutschland gegen England in Leipzig statt, den die damalige deutsche Nationalmannschaft 10 : 4 für sich entscheiden konnte. Ein Jahr später wurden hier die Deutschen Meisterschaften im Boxen ausgerichtet.
Und in den Jahren vor dem Krieg stellte Leipzig drei Deutsche Meister: 1931 Alfred Polter im Schwergewicht, 1935 sowie 1937 siegte Willi Pietsch im Halbschwergewicht. Nach dem Krieg wurden hier viele Meisterschaften im Boxen ausgetragen. Und in den Jahren nach der Bezirksbildung kamen bei den Senioren acht DDR-Meister und fünfzehn bei den Junioren aus Leipzig. Leipziger Boxsportler haben 1951, 1962, 1969 und 1980 die Ausrichtung der DDR-Meisterschaften bestritten. 1955 wurde in Leipzig der Länderkampf DDR gegen Ungarn durchgeführt und mit 6 : 14 verloren. 1960 gewann die DDR-Auswahl den Länderkampf gegen England mit 14 : 6. 1980 brachte der Leipziger Thomas Holonec von den Europameisterschaften in Rimini eine Goldmedaille mit. Danach änderte sich Einiges. Nach der Münchner Olympiade wurde Leipzigs Boxsportzentrum per Politbürobeschluss aufgelöst. Leipziger sollten nur noch Zubringer für die Leistungsclubs in Halle, Gera und Berlin sein. Trotzdem gab es von 1972 bis 1985 an der HSG DHfK Leipzig, bei der SG Dynamo Leipzig, bei der BSG Lok Ost Leipzig, bei dem Postsportverein Leipzig und bei der BSG Leipziger Verkehrsbetriebe Boxstaffeln. In diesen wurde bei Senioren, Junioren und Nachwuchs vier bis fünfmal wöchentlich trainiert. Außerdem gab es das Bezirkstrainingszentrum Boxen bei der HSG DHfK Leipzig. Wer im Training und im Wettkampf gut war, ging nach Halle an die KJS – die Kinder- und Jugendsportschule. Und wer das nicht wollte oder nicht konnte, hatte die Möglichkeit, bei der BSG Starkstrom-anlagenbau weiterzumachen. Nicht zu vergessen ist das jedes Jahr am ersten Februarwochenende stattfindende Bruno-Plache-Turnier im Nachwuchsbereich. Im Sommer 1991 fand sich im ESV Fortuna Leipzig eine Gruppe von Enthusiasten zusammen, die das Boxen in Leipzig wieder attraktiv machen wollte. So entstand die Idee – in Anlehnung an Traditionen des Arbeitersports – einen eigenen Leipziger Verein zur Förderung und Pflege des Boxsports unserer Stadt aus der Taufe zu heben. Am 16. Juli 1992 gründeten 16 Sportfreunde den Boxring ATLAS Leipzig e.V. Mit seiner Gründung wurde ein weit über den Boxsport hinausgehendes Anliegen verfolgt. In der Satzung wird das wie folgt beschrieben: „Vereinszweck ist die Pflege und Förderung von Leibesübungen und allgemeiner sportlicher Betätigung insbesondere durch den Boxsport und allgemein-athletische und gesundheitsfördernde Übungen und Bewegungen. Der Verein wendet sich an alle Schichten der Bevölkerung im Territorium. Besondere Bedeutung kommt der Betreuung der Jugendlichen, gesundheitlich Geschädigten und älteren Bürger/innen zu. Der Vereinszweck wird insbesondere verwirklicht durch Ø Abhaltung von geordneten Sport- und Spielübungen sowie eines Übungs-, Trainings- und Wettkampfbetriebes, Ø Durchführung von Vorträgen, Kursen und Sportveranstaltungen/ Wettkämpfen/ Turnieren, Ø Ausbildung und Einsatz von sachgemäß vorgebildeten Übungsleitern/innen“ Die ersten Kämpfer des Boxring ATLAS Leipzig e.V. kamen aus verschiedenen Sportvereinen, von denen es viele gar nicht mehr gab. Besonders wichtig war auch, dass von Anbeginn eine ganze Reihe ehemaliger Funktionäre bereit war, wieder aktiv mitzumachen. Bereits am Ende des Jahres 1992, nach nur fünf Monaten, konnte auf eine Mitgliederzahl von über 60 Mitgliedern verwiesen werden. Heute sind, mit Stand vom 01.01.2007, in den verschiedensten Abteilungen über 550 Mitglieder organisiert , die von 36 Übungsleitern betreut werden.
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